Studentenprojekt der University of Westminster

'Nighthawk City' - Stadt des Nachtschwärmers

1. September - 6. Oktober 2000

Eröffnung/Opening:
Freitag, 1. September 2000, 18.30 Uhr


 

Aedes Kooperationspartner

 

powered by BauNetz

Studentenprojekt der University of Westminster

Aedes stellt das Projekt 'Nighthawk City - die Stadt des Nachtschwärmers' des ersten Studienjahrs der Architekturfakultät der University of Westminster London vor, welches Andrew Holmes als Drei-Jahres-Projekt gemeinsam mit Thomas Arnold, Anna Hart, Susanne Hofmann, Natalie Newey und Peter Silver konzipierte. Die Ausstellung ist eine Installation von studentischen Entwürfen im Kontext der Forschungen von Andrew Holmes; seiner Suche nach einer neuen Architektur, die modernste Technologien - von Satelliten bis zu Computern - nutzt, einer Architektur der Freude, in der die sinnliche Erfahrung hauptsächlich aus dem Spiel mit Lichteffekten herrührt. Die StudentInnen haben an einer 'Architektur der Freude' gearbeitet, die ephemere Materialien wie Licht, Wasser, Luft und Hitze zelebriert. Ihr Experimentierfeld war die Themse im Osten Londons, die gewundene Wasserfläche und der weite Horizont der Stadt, um dort die sinnlichen Freuden des nächtichen Ortes zu enthüllen und eine 'Stadt der Vergnügung' weiterentwickeln. Damit haben die StudentInnen die Vision einer '24 Stunden-Stadt' frei jeglicher Konvention früherer Architekturen geschaffen. Ein großes Modell im Maßstab 1:200 zeigt diese Entwürfe in der Nähe der Themse: sie säumen die Ufer, strahlen Licht in die Weite, spiegeln sich funkelnd im Wasser und glitzern im Mondlicht. Die Modelle, phantasiereiche Konstruktionen, leuchten aus sich selbst heraus, Projektionen von Sternenhimmel und Wasser simulieren die sinnlichen Qualitäten, die eine Stadt bei Nacht bieten kann. Die EntwerferInnen haben sich z.B. vorgestellt, wie es wäre, einen Drink zu nehmen und dabei den Sonnenuntergang durch einen Vorhang von Sprühnebel zu genießen, in einem Raum, wie in einem Fisch, der in den Lüften schwimmt, zu speisen, in einem Becken zu schwimmen, das sich wie ein Krokodilsrachen öffnet, von einem am Ufer vertäuten gläsernen und versilberten Riesenei auf krakenarmenähnliche Stegen auf den Fluß hinauszugehen, während sich im Fluß die Illusion dreier Pferde aus einer Masse von Schaum aufzubäumen scheint. Diese 'Architekturen der Freuden' arbeiten mit vielseitigen Materialien - bauschenden Stoffen, wallenden Farben, die irisieren und glühend schimmern. Von biologischen Prozessen inspiriert bestehen die Modelle aus oft auskragenden, manchmal beweglichen oder auffaltbaren Stahlkonstruktionen. Schwindelerregende Bodenflächen, Rampen und Bühnen aus Glas oder Stahlgewebe führen die zukünftigen Bewohner durch in die Lüfte aufsteigende Räume zu Balkonen mit unerwarteten Aussichten auf den Sonnenuntergang über die Stadt. In Nighthawk City machen junge ArchitektInnen die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen Anfang des 21. Jahrhunderts sinnlich sichtbar. Zur Ausstellungseröffnung sprechen: Kristin Feireiss, Berlin/Rotterdam und Peter Wilson, Münster.