Wood's Up!

Holzbau im Aufwind

Ausstellung 
6. April –  22. Mai 2024

Eröffnung
Freitag, 5. April 2024, 18.30 Uhr

Es sprechen 
Hans-Jürgen Commerell Aedes, Berlin
Petra Wesseler Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Berlin  
Jan Friedrich Stellvertretender Chefredakteur Bauwelt, Berlin

Ausstellungsort 
Aedes Architekturforum
Christinenstr. 18-19
10119 Berlin

Öffnungszeiten 
Mo 13–17 Uhr
Di–Fr 11–18.30 Uhr
Sonn- und Feiertag 13–17 Uhr
Samstag, 6. April 2024, 13–17 Uhr

> Pressematerial

 

Projektsponsor

Aedes Kooperationspartner

 

powered by BauNetz

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Ausstellungsansicht © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung | Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Berlin © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung | Jan Friedrich, Stellvertretender Chefredakteur Bauwelt, Berlin © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

  • Eröffnung © Erik-Jan Ouwerkerk

Holz erlebt in Anbetracht der Klimakrise seit einigen Jahren eine Renaissance im Bauwesen. Immer mehr Bauherr:innen wie Architekturbüros setzen auf den Holz- und Holzhybridbau in allen Maßstäben, um Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Neben seiner Flexibilität, Tragfähigkeit und Möglichkeit der Vorfertigung bietet Holz auch Vorteile in Bezug auf Wärmedämmung, Gesundheit und Ästhetik. Die Ausstellung Wood’s Up! bei Aedes präsentiert 16 realisierte und geplante Holzbauten unterschiedlicher Typologien. Bei der Auswahl der internationalen Projekte spielen lokale Strukturen, alternative Finanzierungsmodelle und ökologische Aspekte eine bedeutende Rolle. Das Augenmerk auf nachhaltige Holzhybridbauweisen eröffnet darüber hinaus Perspektiven auf weitere, neue Strategien und Konzepte für die Zukunft dieses Baustoffes.

An der Ausstellung beteiligt Architekturbüros

Arge ZRS Architekten Ingenieure & Bruno Fioretti Marquez, Berlin:
Wohngebäude Holz Ziegel Lehm, Berlin, DE

Baumschlager Eberle Architekten & SCAPE, Lustenau/Paris:
Bürogebäude Green Office® ENJOY, Paris, FR

Behnisch Architekten, Boston, München, Stuttgart, Weimar:
Wohngebäude Hollerstauden – Gemeinschaftlich Wohnen, Ingolstadt, DE

David Chipperfield Architects Berlin:
Weingut 4G Wine Estate, SA

COOP HIMMELB(L)AU Wolf D. Prix & Partner, Wien:
Museum PANEUM – Wunderkammer des Brotes, Asten, AT

Eike Becker_Architekten, Berlin:
Bürogebäude RockyWood, Offenbach am Main, DE

Kaden, Berlin:
Erweiterung Apollonia-von-Wiedebach-Schule, Leipzig, DE

Kéré Architecture, Berlin:
Kindergarten TU München, DE

LAVA – Laboratory for Visionary Architecture, Berlin:
Deutscher Pavillon, EXPO 2025, Osaka, JP

NKBAK, Frankfurt am Main:
Kindergarten in Saarbrücken
, Saarbrücken, DE

playze, Berlin/Basel/Shanghai:
Konzept NEO, Europe

Sauerbruch Hutton, Berlin:
Schule Berlin Metropolitan School, Berlin, DE

Snøhetta, Oslo/Innsbruck:
Bürogebäude ASI Reisen, Natters, AT

TCHOBAN VOSS Architekten, Berlin/Hamburg:
Festhalle für die Waldorfschule Magdeburg, Magdeburg, DE

weberbrunner architekten zürich & berlin:
Publikation Strategien zum klimagerechten Bauen

ZAO, Peking:
Bildungsbau Camerich Workshop Space, Peking, CN

Jahrhunderte, Jahrtausende lang baute der Mensch seine Städte aus Holz. Erst in den vergangenen rund einhundertfünfzig Jahren ist diese Tradition abgerissen, hat Stahlbeton den uralten Baustoff Holz als Konstruktionsmaterial weitgehend verdrängt. Der enorm wandelbare und als unverwüstlich geltende Beton avancierte zu dem Material der architektonischen Moderne, Holz hingegen geriet als vergleichsweise wenig dauerhafter und vor allem leicht brennbarer Stoff in Verruf.


Snøhetta: Bürogebäude ASI Reisen, Natters, AT, © Christian Flatscher | Arge ZRS Architekten Ingenieure & Bruno Fioretti Marquez: Holz Ziegel Lehm, Berlin, DE, © Arge ZRS Architekten Ingenieure & Bruno Fioretti Marquez | Behnisch Architekten: Hollerstauden – Gemeinschaftlich Wohnen, Ingolstadt, DE © Meike Hansen, Archimage

Doch erneut haben sich die Vorzeichen geändert: Dringend müssen wir, um unsere Lebensgrundlagen zu schützen, den ausufernden Verbrauch von Ressourcen beim Bauen eindämmen und den Einsatz klimaschädlicher Materialien reduzieren. Holz als nachwachsender Rohstoff und natürlicher CO2-Speicher ist so wieder ins Spiel gekommen. In den letzten Jahren haben Architekt:innen, Ingenieur:innen, Handwerker:innen und Bauunternehmen die Herausforderungen, die der Brandschutz an den mehrgeschossigen Holzbau stellt, auf vielfältige Weise bewältigen können. Holz ist zurück in der Stadt! Mit der Ausstellung Wood’s Up! – Holzbau im Aufwind präsentiert das Aedes Architekturforum anhand von 16 aktuellen Bauten und Projekten den Stand der Dinge.


Baumschlager Eberle Architekten & SCAPE: Green Office® ENJOY, Paris, FR, © Cyrille Weiner | weberbrunner architekten zürich & berlin: Strategien zum klimagerechten Bauen, © Beat Bühler | ZAO: Camerich Workshop Space, Peking, CN, © ZAO

Anders als in den Städten war auf dem Land der konstruktive Holzbau nie völlig verschwunden. In einigen Regionen Süddeutschlands, vor allem aber im österreichischen Vorarlberg, blieb die Holzbautradition auch über das 20. Jahrhundert hinweg lebendig und konnte sich weiterentwickeln. So ist es kein Zufall, dass eine Reihe aktueller Holzbautechniken von dortigen Handwerksbetrieben erdacht und auf den Markt gebracht wurde. Raummodule aus Holz aus der Vorarlberger Zimmerei Kaufmann Bausysteme etwa finden sich heute in Schulen in Frankfurt am Main, Hotels in Hamburg und einem Kindergarten in Saarbrücken ebenso wie in Berliner Parlamentsbauten. Der Startschuss für den Wettbewerb um immer höhere Holzhäuser, der in den vergangenen Jahren zu verfolgen war, fiel bemerkenswerter Weise aber nicht in Österreich oder in Süddeutschland, sondern in Berlin-Prenzlauer Berg mit dem Bau des 2008 fertiggestellten Wohnhauses für eine Baugruppe der Architekten Kaden + Klingbeil – das erste siebengeschossige Holzgebäude in einem städtischen Kontext in Mitteleuropa, präsentiert 2012 in der Aedes-Ausstellung HolzWerkHolz. Holzbau bedeutet in den seltensten Fällen, dass ein Haus vollständig aus Holz besteht. Nicht überall ist sein Einsatz sinnvoll, nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, denn Holzbau ist nach wie vor teurer als rein konventionelle Bauweisen. So wird man in „Holzbauten“ meist Mischkonstruktionen finden.


Eike Becker_Architekten: RockyWood, Offenbach, DE, © Eike Becker_Architekten | playze: NEO, Europe © playze | TCHOBAN VOSS Architekten: Festhalle für die Waldorfschule Magdeburg, DE © TCHOBAN VOSS Architekten

Konstruktiver Holzbau ist heute kein architektonischer Exot mehr, keine Domäne einiger weniger Spezialisten. Immer größer wird die Anzahl von Architekturbüros, die an Holzbauprojekten arbeiten. Die Zeit, in der es vor allem darum ging, technische Herausforderungen des Holzbaus zu meistern (allem voran den Brandschutz), ist vorbei. Die gängigen Lösungen sind bekannt. Und so stellt Holzbau inzwischen keine Qualität an sich mehr dar. Aktuelle Holzbauten müssen sich vielmehr, wie konventionelle Bauten auch, an ihrer räumlich-konzeptionellen, ihrer architektonischen Qualität messen lassen. Der zeitgenössische Holzbau ist erwachsen geworden.


COOP HIMMELB(L)AU Wolf D. Prix & Partner: PANEUM – Wunderkammer des Brotes, Asten, AT, © Markus Pillhofer | Sauerbruch Hutton: Berlin Metropolitan School, Berlin, DE, © Jan Bitter | NKBAK: Kindergarten in Saarbrücken, DE, © Thomas Mayer

Projektsponsor

Kaufmann Bausysteme