Auf alten Fundamenten

Bauen im historischen Kontext
Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg

Ausstellung:
2. April - 28. Mai 2015

Eröffnung:
Mittwoch, 1. April 2015, 18:30 Uhr

Zur Eröffnung sprechen:

Dr. h.c. Kristin Feireiss, Aedes Berlin
Prof. Dr. Gert Kähler, freier Publizist, Hamburg
Beate Engelhorn, Kuratorin Aedes
Prof. Dr.-Ing. h.c. Volkwin Marg, Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Aedes Architekturforum: Christinenstraße 18-19
10119 Berlin

Öffnungszeiten:
Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr
Sa-So 13 bis 17 Uhr


Symposium:
Mittwoch, 1. April 2015, 16:30 Uhr Anlässlich der Ausstellungseröffnung laden wir sie herzlich ein zum Symposium:

Nur Kulisse oder Denkmal-Schutz?
Strategien für den Umgang mit alter Bausubstanz

Das Symposium wird den Umgang mit bestehender Bausubstanz aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren. Dabei geht es nicht nur um eine generelle Haltung, die oft dem Zeitgeist geschuldet ist. Jede einzelne Bauaufgabe „auf alten Fundamenten“ erfordert eine individuelle Strategie, die auf die jeweilige Architektur zugeschnitten ist.
Auf welche Weise soll man also mit dem Vorhandenen umgehen, wenn man es bewahren will? Das wird gerade in Berlin seit Jahrzehnten heiß diskutiert. Das Hamburger Architekturbüro gmp befasst sich inzwischen ebenso lange mit dieser Thematik und stellt ihre Lösungen zur Diskussion.

Zeit: 1. April 2015, 16:30 Uhr
Ort: ANCBerlin, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin


Mehr Info: www.ancb.de


PROGRAMM

Begrüßung
Kristin Feireiss, Direktorin, Aedes Architekturforum, ANCB The Aedes Metropolitan Laboratory, Berlin

Einführung + Moderation
Bernhard Schulz, Journalist, Berlin

Diskussion
Adrian von Buttlar, Kunsthistoriker, Berlin
Jörg Haspel, Landeskonservator, Berlin
Gert Kähler, Publizist, Hamburg
Volkwin Marg, von Gerkan, Marg und Partner Architekten

 

Aedes Kooperationspartner

 

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  • Volkwin Marg, von Gerkan, Marg und Partner Architekten

  • Prof. Dr. Gert Kähler, publicist, Hamburg

  • © Marcus Bredt

  • © Marcus Bredt

  • Kunsthalle Mannheim, © picture alliance, Uwe Anspach

Auf alten Fundamenten

Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) sind in ihrem 50jährigen Schaffen weltweit vor allem für ihre Großbauten wie Flughäfen, Sportstätten, Bahnhöfe, Kulturbauten und Masterplanungen bekannt. Nur wenige kennen dagegen das umfangreiche Oeuvre des Büros, das sich dem Umgang mit historischer Bausubstanz widmet. Die zuvor auf der 14. Architekturbiennale in Venedig gezeigte Ausstellung “Auf alten Fundamenten - On Old Foundations“ soll diese Lücke schließen und richtet ihren Fokus daher auf diese in der Öffentlichkeit wenig präsente Seite des Hamburg stämmigen global agierenden Büros.

Angesichts der Tatsache, dass es sich in Europa inzwischen bei über 65 Prozent des Bauvolumens in Städten um Neunutzungen historischer Bausubstanz durch Umbau, Sanierung und Erweiterung handelt, ist dies eine vorrangige und verdienstvolle Aufgabe, die große Verantwortung und Sensibilität voraussetzt und kaum dazu angetan ist, mit spektakulären Entwürfen Furore zu machen. Vielmehr entsteht aus der Fügung zwischen Neu und Alt eine Architektur, die auf dem „Fundament des Vorhandenen“ basiert, um daraus etwas dem jeweiligen Ort angemessenes Neues zu schaffen.

gmp genügt es nicht, wenn Architektur sich nur formal auf das Vergangene bezieht, sie muss auch dem geschichtlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und oft auch politischen Zusammenhang Rechnung tragen, in dem ein Gebäude entstanden ist. Nur so kann eine Architektur entstehen, die mit den Mitteln, Materialien und Techniken unserer Zeit den Geist der Geschichte transformiert und damit lebendig erhält.

Die Ausstellung zeigt an exemplarischen und eindrücklichen Beispielen, wie sich die Architekten von Gerkan, Marg und Partner in ihren Projekten dem universalen Thema des Ortes und seiner Geschichte nähern und welche unterschiedlichen Bauformen daraus entstehen. In einem Einführungsteil am Beispiel der Stadt Hamburg werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt, die im Ergebnis immer zu einer Architektur führen, die sowohl der Geschichte Respekt zollt und gleichzeitig in die Zukunft weist.

In vier weiteren unterschiedlich akzentuierten Ausstellungssegmenten werden Beispiele aus dem umfangreichen, über fünfzig Jahre gewachsenen Repertoire der Architekten präsentiert. So z.B. das Kesselhaus, Speicherstadt, Hamburg / das Nationalstadion, Warschau, Polen / das Chinesische Nationalmuseum, Peking, China / der Kulturpalast, Dresden / das Kirow-Stadion, Sankt Petersburg, Russland und viele mehr.

Angaben zu gmp Architekten:

Das Büro wurde 1965 von Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg gegründet und gehört zu den renommiertesten Architekturbüros weltweit. Bekannt wurde gmp vor allem durch die Eröffnung des Flughafens Tegel 1975 in Berlin. Es folgten Projekte wie z.B. die Neue Messe Leipzig, die Messe Rimini oder der Christus-Pavillon für die EXPO 2000, die Rekonstruktion und Überdachung des Olympiastadions in Berlin oder der im Jahr 2006 fertig gestellte Berliner Hauptbahnhof. Mit über 500 Mitarbeitern, die sich auf dreizehn Büros verteilen, realisiert gmp zur Zeit Projekte in Deutschland, Brasilien, China, Indien, Italien, Lettland, Russland, der Türkei und Vietnam.

Weitere Info unter: www.gmp-architekten.de

 


Diese Ausstellung wurde ermöglicht mit der großzügigen Unterstützung von: