Langen Foundation

Raketenstation Hombroich - Neuss
Tadao Ando


 

more photos

2. November - 7. Dezember 2003
Eröffnung/Opening: 2. November 2003, 12.00 Uhr

AedesLand, Else-Ury-Bogen 600-601, 10623 Berlin
Öffnungszeiten/Opening hours: Mo-So 10.00 - 20.00 Uhr

Auf der ehemaligen Raketenstation im Kulturraum Hombroich entsteht eine weiteres herausragendes Architekturprojekt, das sich harmonisch in das Umfeld einpaßt. Aus Andos Sicht ein Erlebnis, das durch die Kombination einfacher Baumaterialien - Glas und Beton - einen Dialog zwischen Baukörper und Natur schafft. Das Lebenswerk von Viktor und Marianne Langen bildet das Fundament dieses neuen Kunsthauses, für das der Japanische Architekt Tadao Ando beauftragt wurde. Im Frühjahr 2004 wird es fertiggestellt. Einer Auswahl der Sammlung Langen - moderne und japanische Kunst - wird die erste Ausstellung gewidmet sein. Ziel der Langen Foundation ist es, künftig ungewöhnliche Begegnungen zwischen der Kunst und der umgebenden Architektur anzuregen. Die Architektur von Tadao Ando, ein gebauter Raum als eigenständige Plastik, und die Präsentation der Kunst im Inneren eröffnen die Möglichkeit wechselseitiger Erlebnisse. Architekt und Bauherrin ließen sich auf einen Planungsprozess ein, der im Wissen um den anderen die Eigenheiten stärkt. Ein prägnantes Architekturensemble von Per Kirkeby, eine Skulptur von Chilida und unverwechselbare Architekturen von Erwin Heerich stehen in enger räumlicher Beziehung zu diesem Haus. Das Haus der Langen Foundation wird aus drei Teilen bestehen: 1. eine große Rotunde aus Beton mit einer kleinen Durchgangsöffnung 2. ein Betonkubus, der 3 m aus der Erde ragt, aber 6 m tief ins Erdreich dringt und zwei kirchenschiffartige Räume freigibt, durchschnitten von einer außen liegenden 40 m langen Freitreppe 3. eine anschließende 80 m lange Glasveranda mit innenliegendem Betonkern als weiterer Raum Die drei baulichen Elemente verkörpern ideelle architektonische Positionen und markieren ebenso die inhaltlichen Positionen: 1. der Halbkreis ist symbolischer Ort des Empfangs, der inneren Versammlung und damit das Entree für die dahinter liegenden Gebäudeteile, 2. der in den Boden eingelassene Baukörper mit den zwei scheinbar eigenständige Kubaturen steht in Korrespondenz zur überformten Natur der ehemaligen Raketenstation mit ihren Erdwällen und Bunkern. Ando positioniert damit den Ort gleichzeitig neu. Unterstützt wird dies durch die Hängung im Inneren, der "Erdkörper" mit seinen 9 m hohen Raumwänden wird moderne und zeitgenössische Kunst zeigen. 3. Die Glasveranda eröffnet den Blick in die Natur und fördert unmittelbar den Dialog zwischen Innen und Außen, Naturbetrachtung, Architekturerlebnis und Kunstgenuss. Der im Betonkern verborgen liegende Langraum wird die japanische Sammlung Langen mit ausgewählten Objekten aufnehmen und kontemplativ arbeiten. Tadao Ando beschreibt sein Werk wie folgt: An der Erft, die durch Neuss, eine Nachbarstadt Düsseldorfs fließt, liegt die gut mit der Umgebung harmonierende Museumsinsel Hombroich. Auf dem großzügigen Gelände sind einige kleine, von Erwin Heerich gestaltete Ausstellungsgebäude verstreut. Schon die Gebäude selbst können als eine Art Kunstwerk angesehen werden. Als ich diesen Ort zum ersten Mal besichtigte, war ich auf Anhieb von diesem sich mit der Natur im Einklang befindenden einzigartigen Museum beeindruckt. Sehr imponiert haben mir die Idee und ihre Verwirklichung. Der neue Museumsbau soll auf einem nahe gelegenen Gelände entstehen, auf dem sich früher eine Raketenabwehr-Basis der NATO befand. Meine Entwürfe sind deshalb darauf ausgerichtet, ein Objekt zu gestalten, das zu den bereits vorhandenen Gebäuden passt. Die Anlage besteht aus zwei Trakten, die über jeweils einen Ausstellungsraum verfügen sollen. Der für die permanente japanische Sammlung bestimmte Trakt wird in einer Doppelschicht-Struktur gebaut, d.h. er besteht aus einem Betonkasten, der mit Glas kombiniert wird. Die für Sonderaus-stellungen vorgesehenen anderen Räume schließen sich dem Haupttrakt seitlich in einem Winkel von 45 Grad an. Es werden zwei dieser Nebentrakte entstehen, die parallel zu einander gebaut werden. Die untere Hälfte dieser Trakte befindet sich unter der Erdoberfläche. Der Trakt mit einem schmalen Raum für die japanische Ausstellung wird rundum von hochgezogenen Glaswänden und einem Gang umgeben sein. Durch einen Korridor, der an eine Holz-Terrasse der traditionellen japanischen Architektur erinnert, soll ein Ort entstehen, an dem der Besucher die Möglichkeit hat, die Umgebung und die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Der am Wasser gelegene Eingangsbereich soll zu einem Ort der Ruhe werden. Die Ausstellungsräume geben den Besuchern die Möglichkeit, auch die Exponate in aller Ruhe zu besichtigen. Mein Hauptziel war ein Objekt zu schaffen, das zwar eine große Fläche einnimmt, aber die Umgebung nicht beeinträchtigt. Ein Bauwerk, das eine einfache Form aufweist und mit seiner Umgebung harmoniert. Ich wünsche mir sehr, dass diese Anlage zu einem neuen Anziehungspunkt im Kulturraum Hombroich wird. Tadao Ando Die Ausstellung zeigt Zeichnungen, Modelle, Fotografien und Interviews mit dem Architekten. Press release Tadao Ando Langen Foundation Hombroich - Neuss Missile Station Aedes West, Savignyplatz, S-Bahnbogen 600, 10623 Berlin Opening: Sunday, 2 November 2003, 12.00 (noon) in Aedes West Exhibition: 2 November - 7 December 2003 Opening hours: Monday - Sunday 10 a.m. – 8 p.m. The former missile station in the Hombroich cultural area is the site for another outstanding architectural project that blends in harmoniously with its environment. Ando sees this as an experience that uses a combination of simple building materials, glass and concrete, to create a dialogue between building and nature. Viktor and Marianne Langen’s life work forms the basis for this new art house, which the Japanese architect Tadao Ando was contracted to design. It will be completed in spring 2004. The first exhibition will be dedicated to a selection of the Langen collection of modern and Japanese art. The Langen Foundation aims in future to stimulate unusual meetings between art and its surrounding architecture. Tadao Ando’s architecture, a built space as an independent sculpture, and the presentation of the art inside it create the possibility of interactive experiences. Architect and builder involved themselves in a planning process, whereby the knowledge by each of the other served to consolid-ate their particular features. A striking architectural ensemble by Per Kirkeby, a sculpture by Chilida and unmistakeable architectures by Erwin Heerich have close spatial relationships with this building. The Langen Foundation building will comprise three sections: 1. a large rotunda made of concrete with a small passageway opening; 2. a concrete cube, which, though extending only 3 m out of the ground, penetrates 6 m deep into the earth and releases two church naves, cut through by an outside 40 m long staircase; 3. a connecting 80 m long glass veranda with an interior concrete core as a further space. The three building elements not only embody architectural positions in ideal terms, they also stand for positions in terms of content: 1. the semicircle is a symbolic place of reception, of inner collection, and thus the entrance to the sections of the building which are located behind it; 2. the building which is sunk into the ground and comprises the two apparently independent cubes corresponds to nature being overlaid by the ramparts and bunkers of the former miss-ile station. Ando thus repositions the location. This is supported by the hanging in the interior: the "earth body”, with its 9 m high room walls, will show modern and contemporary art; 3. the glass veranda opens up the view of nature and directly promotes dialogue between interior and exterior, the contemplation of nature, the experience of architecture and the enjoyment of art. The long room which is concealed in the concrete core will house selected works from the Langen Japanese collection and will work contemplatively. Integrated beautifully into the surrounding landscape, lies Museum Island Hombroich at the river Erft near Düsseldorf. A number of small a pleasant exhibition halls are spread over the spacious grounds. These buildings are a work of art in themselves. When I visited the place for the first time, I was instantly struck by the uniqueness of this museum amidst a forest, completely in unison with the countryside. I was very impressed by the basic idea and its realization. The new museum is to be created on nearby grounds, which used to be a NATO rocket base. Therefore, my blueprints are aimed to design an object that will match the existing museum. The museum will have two sections with an exhibition hall in each of them. The section hosting permanent exhibits is to be structured and build in double-layers; i.e. a concrete base combined with glass. The remaining rooms, designed for special exhibitions, connect to the side of the main section in an angle of 45°. Two of these annexes are to be erected parallel to each other. Furthermore, the bottom part of these sections lies underground. High glass walls and a passage will surround the permanent exhibition section. A corridor, resembling the architecture of traditional Japanese wooden terraces, creates a place where visitors can take in the effects of the landscape and the surroundings. The entrance hall, set above the water, will be a place of contemplation. Visitors will be able to view and enjoy the artwork in peace and tranquillity. The section hosting special exhibitions lies underground and cannot visually interfere with the surrounding countryside. It was my main goal creates an object covering a wide area and yet not interferes with the landscape. A simple geometric structure, harmonizing with its surroundings. I hope that this structure will become the new attraction of Museum Hombroich. Tadao Ando

Project management Aedes: Isolde Nagel (mailto: in@aedes-arc.de) For further information and images please contact www.aedes-arc.de

Es erscheint ein Aedes-Katalog (€ 10,-)
An Aedes catalogue will be published (€ 10,-)

deutsch/english

back

Ausstellungsorte      Kontakt      Partner      Pressearchiv    Buchtipp    Suchen
  powered by Baunetz