Das Architekturforum Aedes in Berlin eröffnet Anfang 2007 die erste Galerie für Landschafts-architektur und Urbanen Raum. Aus Aedes West am Savignyplatz wird AedesLand. Aedes gibt damit erstmals diesem Thema weltweit eine eigenständige Ausstellungs- und Diskussionsplattform.

Seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten setzt das Architekturforum Aedes mit wegweisenden Ausstellungen, Symposien, Vortragsreihen und Publikationen erfolgreich wichtige Akzente im nationalen und internationalen Diskurs über Architektur und Urbane Kultur. Angesichts eines sich kontinuierlich erweiternden Architekturbegriffs und im Hinblick auf das wachsende Bewusstsein für die gebaute und natürliche Umwelt sowie die dynamischen globalen Entwicklungen im urbanen Kontext, sehen Kristin Feireiss und Hans-Jürgen Commerell darin einen neuen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Unter dem Namen AedesLand widmet sich Aedes intensiv einem Themenfeld, das bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Gegenstand von Aedes-Ausstellungen war: Internationale Landschaftsarchitektur.

Natur, Landschaft und Garten spielten als Impulsgeber für neue Stadtentwicklungs-, Landschaftsplanungs- und Architekturkonzepte schon immer eine wichtige Rolle, doch nie zuvor war sie so entscheidend, wie in der gegenwärtigen Frage nach der Zukunft globaler Lebensumwelten. Aktuelle Debatten über Nachhaltigkeit, Urbanisierung, die Europäische Stadt, Mega-Metropolen, um die Zukunft des Öffentlichen Raumes und der Kulturlandschaft verdeutlichen, dass die Landschaftsarchitektur in enger Kooperation mit benachbarten umweltgestaltenden Disziplinen eine Schlüsselrolle bei der Problemlösung übernehmen muss.




Die Suche nach einer zeitgemäßen und eigenständigen Sprache in der gegenwärtigen Landschaftsarchitektur ist von höchster Aktualität. Die Notwendigkeit, mit landschaftsarchitektonischen Werken durch das Medium Ausstellung in gesellschaftlich relevanter Weise über das komplexe Verhältnis zur Natur, zum urbanen Raum und zum Thema Umwelt zu kommunizieren, hat angesichts der anhaltenden globalen ökologischen Krise an Dringlichkeit gewonnen.

Aufgrund der zentralen Rolle der Landschaftsarchitektur bei der Gestaltung zukünftiger Lebensumwelten haben sich die Initiatoren von AedesLand zum Ziel gesetzt, mit Beginn 2007 in zunächst vier Ausstellungen pro Jahr wichtige Positionen internationaler Landschaftsarchitektur und Stadtraumplanung vorzustellen. Im Team mit den Mitbegründern von AedesLand, den Universitätsprofessoren und Landschaftsarchitekten Gabriele Kiefer von der TU Braunschweig und Dr. Udo Weilacher von der Universität Hannover, haben Kristin Feireiss und Hans-Jürgen Commerell das Programm für 2007 zusammengestellt. AedesLand wird mit dem Schweizer Landschaftsarchitekten Günther Vogt eröffnet. Weitere Themen sind der Opfikerpark in Zürich, sowie die Arbeiten des chinesischen Künstlers und Landschaftsarchitekten Ai Wei Wei aus Beijing.



AedesLand wird sich dabei nicht auf Werkschauen beschränken, sondern spezifische Haltungen im kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Kontext porträtieren, den kritischen Diskurs über die Qualitäten zukünftiger Lebensumwelten anregen und neue Perspektiven in der Landschaftsarchitektur aufzeigen. Darüber hinaus wird diese neue Aedes-Plattform auch als Schnittstelle zwischen Lehre, Forschung und Öffentlichkeit dienen und das Programm mit Workshops, Diskussionen und Vorträgen ergänzen.
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