Urban Intermedia: City, Archive, Narrative

Harvard Mellon Urban Initiative and Graduate School of Design, Harvard University

Ausstellung
27. Januar - 21. Februar 2018

Eröffnung
Freitag, 26. Januar 2018, 18.30 Uhr

Ausstellungsort

Aedes Architekturforum
Christinenstr.18-19
10119 Berlin

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18.30 Uhr
So-Mo 13-17 Uhr

Sonderöffnungszeiten
Samstag, 27. Januar 2018, 13-17 Uhr

Zur Eröffnung sprechen
Dr. h.c. Kristin Feireiss
Aedes Architekturforum, Berlin
Prof. Dr. Eve Blau Harvard Mellon Urban Initiative, Harvard University, Cambridge
Prof. Robert Gerard Pietrusko
Harvard University, Cambridge
Prof. Dr. Philipp Misselwitz
Technische Universität Berlin

 

Aedes Kooperationspartner

 

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  • Screenshot Urban Intermedia [Berlin] © Harvard Mellon Urban Initiative

Mit zunehmender Dynamik und Vielschichtigkeit urbaner Räume werden neue Forschungsfelder und -methoden im Bereich der gebauten Umwelt erschlossen. Als Werkzeuge zur Wissensproduktion können dabei verschiedene Medien dienen, z. B. Archivdokumente, digitale Datensätze, Fotografie, Kartografie, Architekturzeichnung, Grafikdesign, Text, Animation, Film oder Video. Die Harvard Mellon Urban Initiative, finanziert von der Harvard University und der Andrew W. Mellon Foundation, untersucht in einer vierjährigen Studie disziplinübergreifende Stadtforschung anhand eines breiten Einsatzes von Medien. ‚Urban Intermedia: City, Archive, Narrative‘ zeigt Projekte von Wissenschaftlern und Gestaltern, die mit visuellen Erzählungen innovative Perspektiven auf städtische Umgebungen, Gesellschaften und Kulturen in Berlin, Boston, Istanbul und Mumbai ermöglichen.


Im Mittelpunkt der Forschung und Ausstellung steht die Relevanz von grenzüberschreitender und interdisziplinärer Kommunikation sowie Zusammenarbeit in Bezug auf urbane Themen- und Fragestellungen. Jede Disziplin bringt eigene Wissensformen hervor, hat jedoch auch „blinde Flecken“, denen man sich nur durch erweiterte Rahmenwerke nähern kann.


Screenshots Urban Intermedia [Berlin] © Harvard Mellon Urban Initiative

Die Harvard Mellon Urban Initiative verwendet neue, medienlastige Forschungsmethoden, um diese blinden Flecken sichtbar zu machen und um Themen zu erschließen, die außerhalb konventioneller Ansätze und dem vorherrschenden konzeptuellen Rahmen der Stadtforschung liegen. Eingesetzt wird eine Reihe von Techniken, die physische und digitale Aspekte in den Dialog setzt und deren Verknüpfung befördert.

Durch die Methoden interagieren individuelle Sprachen verschiedener Medien auf tiefen strukturellen Ebenen – Eigenschaften sowie Vorgehensweisen werden vermischt und ausgetauscht. Somit entstehen prozesshaft „intermediale“ Sprachen und Mittel, durch die sich Wissen über Städte aneignen und herstellen lässt. Diese Methoden ermöglichen die Untersuchung komplexer und dynamischer urbaner Phänomene durch mehrere kritische Linsen und die bildliche Darstellung in dicht geschichteten raumzeitlichen Erzählungen.


Screenshots Urban Intermedia [Boston] | [Boston] | [Istanbul] © Harvard Mellon Urban Initiative

Vier Forschungsprojekte in den Städten Berlin, Boston, Istanbul und Mumbai dienen als „Portale“ zu den drei Hauptthemen der Ausstellung:

•      die Wechselbeziehung zwischen Geplantem + Ungeplantem, formellen und informellen Praktiken
•      die urbane Prägung von Migration + Mobilität, Art und Weise der Einbeziehung und Ausgrenzung
•      die Verflechtung von Natur + Technologie, urbane ökologische Systeme und Infrastrukturen


Screenshots Urban Intermedia [Istanbul] | [Mumbai] | [Mumbai] © Harvard Mellon Urban Initiative

Die Themen werden durch ortsbasierte medienübergreifende, visuelle Erzählungen, die sich zeitlich und räumlich überlagern, erforscht – zusammengestellt aus digitalisierten Archivdokumenten und zeitgenössischen Fotografien, Zeichnungen, Karten, Animationen, Dokumenten, Texten, Video- und Filmmaterial. Auf Silikonleinwände mit integrierten 3D-Stadtmodellen projiziert, regen diese dynamischen, immersiven und medienlastigen Erzählungen die Auseinandersetzung mit und das Verständnis von urbanen Situationen an. Die erzählten Geschichten sind grundlegend offen für Interpretation, Ausarbeitung und interaktive Herstellung von Zusammenhängen durch die Besucher der Ausstellung.

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